TALES

2025

TALES

Bald erscheinend auf alle Plattformen. Als Multichannel auf Immersive Audio Aubum (IAA).

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Mit ihrer kommenden EP Tales begibt sich das Ensemble Windborne auf eine klangliche Spurensuche durch die bulgarische Folklore. Sie verstehen diese Veröffentlichung nicht nur als Hommage an die Tradition, sondern als eine mutige Neuinterpretation: Alte Weisen treffen auf einen zeitgenössischen Kontext und verschmelzen zu einem cineastischen, experimentellen Gesamtkunstwerk.


Das Herzstück ihrer Arbeit bildet eine hybride Klangpalette, in der elektronische Texturen, akustischeInstrumente und traditionelle bulgarische Gesänge einander bedingen. 

Doch Tales geht über das rein Musikalische hinaus: Die Kompositionen wurden von Beginn an als immersives 3D-Audioerlebnis konzipiert. Durch die konsequente Umsetzung in Dolby Atmos bricht ihre Musik aus der klassischen Stereo-Ebene aus.

Die Sounds werden in ihrem Werk zu einem begehbaren Raum, der das Publikum umschließt und die Grenzen zwischen Klang und Umgebung auflöst. Mit Tales lädt Windborne dazu ein, die emotionale Tiefe der bulgarischen Volksmusik dreidimensional zu erfahren.

Katya Tasheva

Katya Tasheva, am Schwarzen Meer in Bulgarien geboren und aufgewachsen, zählt seit fast zwei Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen der Berliner Musikszene. Mit ihrem vielseitigen Gesang – in zehn Sprachen und zwischen bulgarischer Folklore, Jazz, Pop/Rock und experimentellen Klängen – hat sie sich in zahlreichen Bands und Projekten einen Namen gemacht. Ihre künstlerische Bandbreite spiegelt sich in unzähligen Live-Auftritten und Veröffentlichungen wider.
Ihre musikalische Laufbahn begann in den frühen 2000er-Jahren. Von 2006 bis 2011 sang sie im „Bulgarischen Orthodoxen Chor“ sowie bei den „Bulgarian Voices Berlin“ unter der Leitung von Boryana Velichkova. Zwischen 2008 und 2014 sang sie in der Underground-Cumbia-Drum’n’Bass-Band „Sonora Milagrosa“. 2011 schloss sie sich der Band „Rotfront“ an, mit der sie in den folgenden zehn Jahren auf unzähligen Club- und Festivalbühnen in Deutschland und weltweit stand – darunter eine US-Tournee 2018. Ihr Gesang ist auf dem Album „17 Deutsche Tänze“ (2014) zu hören.
Eine besonders enge künstlerische Verbindung pflegt Katya Tasheva mit Yuriy Gurzhy, dem Frontmann von „Rotfront“. Gemeinsam setzen sie sich in verschiedenen Projekten für die Sensibilisierung zum Krieg in der Ukraine ein und bringen jüdisch-ukrainische Musiktraditionen einem breiten Publikum näher. Zu diesen Kooperationen zählen das „Bandura Soundsystem“ (mit Sergiy Fomenko und Ivan Moskalenko), das 2022 beim „World Forum for Democracy“ im Europarat in Straßburg auftrat, sowie „Yuriy Gurzhy and the Jewkranians“ (mit Daria Fomina und Christian David). Mit der Band „The Anti-Dicktators“ (mit Phil Meadley der „Gaslight Troubadours“ und Jon Sevink von „The Levellers“) veröffentlichten sie zwei Singles, deren Erlös der Ukraine zugutekam: „Russian Warship (Go F. Yourself)“ und „Home“.
Von 2020 bis 2022 war sie zudem Teil der Corona-Comedy-Band „Kaminer und die Antikörpers“ mit Vladimir Kaminer, Yuriy Gurzhy und Anna Margolina.

Seit 2011 ist Katya Tasheva Sängerin der Balkanband „Mr. Zarko“, mit der sie auf renommierten Festivals wie dem Rudolstadt Festival (2017), dem Sziget (Ungarn, 2018), dem Pannonica (Polen, 2021) und dem „Spirit of Tengri“ (Kasachstan, 2023) auftrat.
Seit 2016 ist sie Sängerin der Jazzband „Balkan Spirit Ensemble“ (mit Vladimir Karparov /Sax/, Daniel Stawinski /Klavier/, Igor Spalatti /Bass/ und Peter Somos /Schlagzeug/). 2024 erschien das Debütalbum „Balkan Fever“. Das Ensemble gastierte u. a. 2023 beim Chios Music Festival in Griechenland und absolvierte 2025 eine zehntägige Residenz im Culture Center in Suzhou, China.

Seit 2019 arbeitet Katya Tasheva mit dem bulgarischen Komponisten Sibin Vassilev zusammen – als Sängerin und Komponistin von Gesangsmelodien. Ihre Kooperationen sind in Theaterproduktionen des PostTheater zu erleben, darunter „PARAD.ICE“ (2026), „Trojan Horse“ (2024), „Breaking Bread“ (2024), „Fuchsbau“ (2022) und „Sepultour“ (2022). Sie arbeiteten mit und für Komponisten Michael Dübe am Soundtrack für die „SOKO Wismar“-Folge „Nach der Ebbe kommt der Tod“ (2020). 2023 entstanden Musik und Libretto für das Video-Hörstück „Le Cri“ (Theater Wehr51). Zudem veröffentlichten sie die Singles „Unendlichkeit II“ und „Renn Fuchs“.

Sibin Vassilev

Der Komponist und Klangkünstler Sibin Vassilev wuchs in Sofia und Berlin auf. Derzeit lebt und arbeitet er in Berlin.

Sibin Vassilevs musikalische Laufbahn begann Anfang der neunziger Jahre, als Bassist und Mitbegründer der bulgarischen Rockband Rag Dolls. Während seines Studiums in Berlin wandte er sich verstärkt der elektroakustischen Musik zu und begann, Installationen zu schaffen, die die Wechselwirkungen zwischen Raum, Architektur und Klang erforschen. Seine Klanginstallationen wurden in den Pavillons der Elfenbeinküste und Benins auf der EXPO 2000 in Hannover präsentiert. 2006 realisierte er in Zusammenarbeit mit dem Künstler Ivan Moudov die Audioinstallation Guide (u. a. in der Sofia Art Gallery und der ACC Galerie Weimar). 2008 nahm er an der Young Artists Biennale in Bukarest teil. 2009 entwickelte er die 16-kanalige Klanginstallation Tonschleuse für das Deutsche Historische Museum in Berlin. Seine Klang-Licht-Installation EDISON (in Zusammenarbeit mit Fabian Bleisch) wurde beim Digital Arts Festival 2013 in Sofia gezeigt. Seine audiovisuelle Installation BIG DATA (in Zusammenarbeit mit Yoann Trellu) wurde im öffentlichen Raum in Berlin (2016) sowie in Sofia und Plowdiw (beide 2018) präsentiert. 2021 lud René Block Sibin Vassilev ein, die Klanginstallation „Untitled (after Modeller Opus 33 by Henning Christiansen)“ für das Zentrum für Klangkunst in der Kunsthal44 in Møn, Dänemark zu realisieren. 2026 präsentierte er gemeinsam mit Ivan Moudov die Klanginstallation Sound Flags im öffentlichen Raum (Nationales Historisches Museum Sofia und südlich von Eurac Research in Bozen).

Seit 2003 komponiert und produziert er außerdem Musik und Sounddesign für Filme sowie für zahlreiche Theater-, Tanz- und Multimedia-Performances, die u. a. im Theater am Halleschen Ufer, Berlin (2003), im Magazin der Staatsoper Unter den Linden, Berlin (2007), im GRIPS Theater, Berlin (2007), bei der Bonn Biennale (2005), im Museum für Kommunikation, Berlin (2005), im Nationaltheater Singapur (2006), bei der Japan Society, New York (2009), in Tokio (2012), beim International Theatre Festival Varna (2017) und beim Digital Arts Festival Sofia (2017), in der Orangerie Köln (2017/2018), im Zeiss Planetarium Bochum (2020) sowie im Societaetstheater Dresden (2022) präsentiert wurden.

Die Filme und Theaterproduktionen, für die er die Musik komponiert hat, wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: der „Tanztheaterpreis der Stadt Köln“ (Andropolaroid, 2010, von Theater 51°), der „Stuttgarter Theaterpreis“ (Jobs in Heaven, 2015, und House of Hope, 2016, von post theater) sowie eine Nominierung für den „Kurt-Hackenberg-Preis“ (The Influencer, 2018, von wehr51). Zudem erhielt His Cannibal Granny (2019, Regie: Dessislava Nikolova) den Sonderpreis der Jury beim „CineLibri International Book and Movie Festival“.

Weiter Informationen

Windborne

Kontakt: Kaya Tasheva